Anlagekomitee

Das Anlagekomitee prüft regelmässig die Zielerreichung, die Leistungen der Anbieter und den Fit der Anlagestrategie in Bezug auf die aktuelle Marktlage.

Die aktuellsten Einschätzungen zur wirtschaftlichen Grosswetterlage.

Erhalten Sie die aktuellen Einschätzungen von Patrick Müller im Gespräch mit Klaus W. Wellershoff zur wirtschaftlichen Grosswetterlage.

Wirtschaftswachstum: Gutes Wachstum in den USA, schwächere Tendenzen in Europa und China

Das Wachstum in den Industrienationen sah zuletzt eher trüb aus. Für die stark exportorientierten Volkswirtschaften Japan und die Schweiz ist das BIP im dritten Quartal geschrumpft und auch Grossbritannien hatte schwache Zahlen vorzuweisen. Die Eurozone verzeichnete zuletzt ein geringes, aber immerhin positives Wachstum. Deutschland bleibt dabei immer noch das Sorgenkind.

In den USA ist die Dynamik vorläufig noch eine andere. Dort ist das dritte Quartal mit einem Wachstum von 4.3 Prozent nochmals gut ausgefallen. Die starke Wachstumsdynamik hat jedoch zuletzt deutlich an Breite verloren und scheint derzeit vor allem durch den Konsum von Haushalten mit hohen Einkommen gestützt zu werden. Zudem hat sich zu Beginn des vierten Quartals die Abschwächung am Arbeitsmarkt nochmals verstärkt.

Am schwächsten ist die Konjunktur jedoch in China. Die Anlageinvestitionen sind weiter geschrumpft, das Wachstum im Konsum hat sich deutlich reduziert und der Verfall der Häuserpreise hat sich nochmals verstärkt. Der globale Wachstumsausblick bleibt somit verhalten.

Inflation: Überraschende Entspannung bei den Inflationsraten

Bei den Inflationszahlen der Industrieländer gab es einige Bewegung. Die grösste Überraschung kam aus den USA, wo die Kernrate im November unerwartet von 3 auf 2.6 Prozent gefallen ist. Grund hierfür dürfte unter anderem die abkühlende Wirtschaft sein. Auch in Grossbritannien ist die Kernrate überraschend von 3.4 auf 3.2 Prozent gesunken. Ebenfalls zurückgegangen ist die Schweizer

Inflationsrate, die sich mit einer Kernrate von 0.4 Prozent allmählich dem unteren Ende der Zielvorstellungen der Nationalbank nähert.

Unverändert hoch ist die Kerninflation in Japan mit 3.0 Prozent. Ebenfalls wenig Bewegung gab es in der Eurozone, wo die Kernrate im November unverändert bei 2.4 Prozent zu liegen kam.

Geldpolitik: Weitere geldpolitische Lockerungen

Im Dezember haben sowohl die Amerikanische Zentralbank (Fed), die Europäische Zentralbank (EZB), die Schweizerische Nationalbank (SNB) als auch die japanische Zentralbank (BoJ) über ihren Leitzins entschieden.

Die Fed senkte dabei trotz einer weiterhin über ihren Zielvorstellungen liegenden Inflation den Leitzins um 25 Basispunkte auf das Zielband von 3.5-3.75 Prozent. Fed-Chef Jerome Powell begründete die umstrittene und knappe Entscheidung mit einer weiteren Abschwächung des US-Arbeitsmarktes. Die SNB beliess ihren Leitzins derweil trotz einem Wirtschaftseinbruch im dritten Quartal und sinkender Inflation unverändert bei 0 Prozent. SNB-Präsident Martin Schlegel bemerkt, dass die Hürde für negative Zinsen nach wie vor sehr hoch sei. Auch die EZB belässt ihren Leitzins unverändert. Gar einen Leitzinsanstieg verzeichnete die BoJ. Mit einem Zins von 0.75 Prozent bei einer gleichzeitigen Inflationsrate von 2.9 Prozent wirkt die japanische Geldpolitik aber weiterhin sehr expansiv.


Chartbook

Die Details zu Renditen und Benchmarks.


Wealth Office Investment Committee Januar 2025

Das Zwei Wealth Office Investment Committee hat die wichtigsten Entwicklungen diskutiert. Schauen Sie hier das Video und erhalten direkten Zugang zu Analysen und Diskussionen.